Thema : Schmerz
Sendedatum : ARD, Samstag, 14.30 Uhr
Sendung vom :
30.10.2004

Schmerz 
Er pocht, sticht, hämmert, pulsiert, brennt , etc – der chronische Schmerz. Millionen Deutsche leiden darunter und quälen sich all morgendlich damit aus dem Bett. Betroffen sind nahezu alle Generationen. Im Prinzip verfügt der Körper über eigene Botenstoffe, die den Schmerz kurzfristig ausschalten können. Doch wenn das körpereigene System auf Dauerbetrieb schaltet, ist es leider überfordert. Der Schmerz brennt sich nachhaltlos in das Nervensystem ein, das somit immer sensibler wird. Schlimmstenfalls kann es sogar zur Veränderung an einzelnen Zellen führen. Aus dem ursprünglich aufgetretenen akuten Schmerz hat sich eine eigenständige „Schmerzkrankheit“ entwickelt. Diese muss mit einer Schmerztherapie behandelt werden, in der versucht wird, die Bildung der köpereigenen Botenstoffe wieder zu fördern, zu ergänzen bzw. nachzuahmen. Dies erfolgt u.a, durch Bewegungstherapie, Akupunktur, Kälte- bzw. Wärmezufuhr, oder aber auch durch den Einsatz neuester Wirkstoffe aus der Schmerzforschung. So kann die eingeschränkte
Lebensqualität minimiert und der Spaß am Leben wieder gefunden werden.

„Man muss sein Leben aus dem Holz schnitzen, das man zur Verfügung hat“
(Theodor Storm, dtsch. Schriftsteller)


M O D E R A T I O N: Bärbel Schäfer siehe auch
www.friends-of-baerbel-schaefer.de

G Ä S T E & T H E M E N:

Dr. Frank Schwebke – Arzt und Journalist
Gesundheitsexperte bei „Bunte“
Tel.: 089 / 92 50 29 31 (Sekretariat)
Fax : 089 / 92 50 23 75
E-mail : frank.schwebke@bunte.burda.com 


Dr. med. Siegfried Götte
Vors. des Berufsverbandes der Fachärzte für Ortopädie e.V. (BVO)
Albert-Schweizer-Str. 9a
82008 Unterhaching

In Deutschland gibt es insgesamt rund acht bis neun Millionen Arthrose-Patienten – Tendenz steigend. Die Krankheit ist nicht heilbar und heißt meist: qualvolle Schmerzen und ein erheblicher Verlust an Lebensqualität. “Stellt sich eine Schmerztherapie individuell als sinnvolle Maßnahme heraus, sollten die Medikamente nicht dauerhaft eingenommen werden, sondern sehr gezielt in den Schmerzphasen. Je kürzer die Intervalle, desto wertvoller sind die neuen Magen und Darm schonenden Coxibe“, so Dr. Götte. Zu diesen so genannten Cox-2-Hemmern zählen z.B. Wirkstoffe wie Valdecoxib, Celecoxib und Rofecoxib.
Weitere Infos unter: www.gelenkschmerz.org und www.orthopaedie-bewegt.de

Dr. med. Djamschid Akbarpour - Neuropatischer Schmerz 
Klinik „Links vom Rhein“
Schillingsrotter Str. 39 - 45
50996 Köln 
Tel.: 0221 / 39800-0 
E-mail : Ruecken-undSchmerzzentrum@links-vom-rhein.de 

Neuropathische Schmerzen sind chronische Schmerzen, die nach Schädigung zentraler oder peripherer Systeme entstehen. Meist handelt es sich hierbei um Nervenbereiche. Als Folge der Verletzungen verändern sich Nervenzellen biochemisch, morphologisch und physiologisch. Im peripheren und zentralen Nervensystem können die Veränderungen mit der Zeit irreversibel werden. Typischerweise bestehen die Schmerzen trotz Gewebeheilung fort. Etwa 40 % aller Patienten in Schmerzambulanzen und Schmerzkliniken leiden unter neuropathischen Schmerzen. Weitere Infos unter : www.links-vom-rhein.de


Dr. Jan Brand, Leiter Migräneklinik – Kopfschmerz / Migräne 
Migräne- u. Kopfschmerzklinik Königstein
Ölmühlweg 31
61462 Königstein / Taunus 
Tel.: 06174 / 2904 - 0

Rund 8 Millionen Menschen sind in Deutschland von Migräne betroffen. Tagelang unerträgliche Kopfschmerzen mit Übelkeit muss heute zum Glück niemand mehr so einfach hinnehmen. Moderne Vorbeugung hilft, Attacken zu verhindern. Ernährungsumstellung, Auslöser meiden, Entspannungstechniken, Akupunktur, Pestwurz oder Magnesium. In der Akut-Therapie haben sich spezielle Wirkstoffe bewährt, die Triptane. Neuere Wirkstoffe, wie z.B. Eletripan, bewirken das Abschwellen entzündeter Blutgefäße, unterbrechen die Übermittlung von Schmerzsignalen im Gehirn. Weitere Infos unter : www.migraene-klinik.de

Rückenfitness
Falsches Heben, langes Sitzen im Auto oder Büro – über zwei Drittel der Deutschen leiden irgendwann im Laufe ihres Lebens unter Rückenschmerzen. Besonders auffällig ist, dass vor allem immer mehr junge Menschen betroffen sind. Zwar treten die Beschwerden noch nicht täglich auf, doch sogar rund 53 % der Schüler klagen über gelegentliche Rückenschmerzen. Häufigste Ursachen sind allgemeine Verspannung und falsche Körperhaltung. Mit speziellem Rückentraining, Schwimmen oder Radfahren kräftigt man die Muskulatur und wirkt gezielt dem Schmerz entgegen. 
Weitere Infos:
Deutsche Krankenversicherung AG
50594 Köln
Tel.: 01801 / 358 100 (Kosten entsprechen bundesweit dem Ortstarif der Telekom)
www.dkv.de
oder : 
www.fpz.de
www.agr-ev.de
www.gesuender-arbeiten.de
www.diebandscheibe.de 

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